Der Energieminister der Republik Moldau, Dorin Junghiețu, betonte auf der Konferenz „Energy Week Black Sea 2026“, dass in Kriegszeiten keine Mauern gebaut werden sollten, sondern Brücken – insbesondere energetische Brücken. Diese sind für die Zusammenarbeit in der Schwarzmeerregion im Energiebereich von entscheidender Bedeutung. Junghiețu hob die Bedeutung erneuerbarer Energien und die Vorteile der unterschiedlichen Zeitzonen hervor: Während in Aserbaidschan und Georgien bereits Strom aus Sonnenenergie produziert wird, ist es im Westen Europas noch Morgen. Ein geplanter Unterwasserkabel-Interkonnektor zwischen Aserbaidschan, Georgien, Rumänien und Ungarn soll Stabilität und Sicherheit durch erneuerbare Energien gewährleisten.
Weiterhin sprach der Minister die Fragilität des ukrainischen Energiesystems angesichts der Angriffe Russlands an und unterstrich die Notwendigkeit energetischer Verbindungen. Moldau sei Rumänien und der Ukraine für die enge Zusammenarbeit dankbar und das Energiesystem Moldaus sei eng mit diesen Ländern verbunden – es müsse als ein gemeinsames System funktionieren.
Abschließend äußerte Junghiețu, dass künftig weitere Interkonnektoren zwischen den Ländern der Schwarzmeerregion gebaut werden sollten, insbesondere um mehr erneuerbare Energiequellen einbinden zu können. Moldau sei fest entschlossen, gemeinsam mit den Partnerländern alle möglichen regionalen Interkonnektoren zu errichten, einschließlich der drei bereits im Bau befindlichen Verbindungen zwischen Rumänien und Moldau.