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Deutschlands Handelsbilanz mit China auf historischem Tief

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Die Kluft zwischen deutschen Importen und Exporten im Handel mit China erreicht einen neuen Höchststand

Wirtschaft Container

Kaum zu übersehen: Deutschlands Handel mit China kippt. Die Zahlen, die das Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) für die 'Welt am Sonntag' erhoben hat, sprechen eine deutliche Sprache. Im Zeitraum Januar bis Ende September 2025 liegt das deutsche Handelsdefizit mit der Volksrepublik bei stolzen 63,1 Milliarden Euro – exakt soviel wie im bisherigen Rekordjahr 2022, damals noch durch einen einmaligen Anstieg der Einfuhren begünstigt. Doch diesmal fällt der Einbruch der Exporte besonders ins Gewicht: Gerade einmal 61,4 Milliarden Euro exportierte Deutschland nach China: so wenig wie seit sieben Jahren nicht mehr. Gleichzeitig kletterten die Importe mit rund 124,5 Milliarden Euro auf einen neuen Höhepunkt. 

Und ehrlich gesagt, Optimismus sucht man derzeit vergebens. IW-Wissenschaftler Jürgen Matthes rechnet im laufenden Quartal mit keiner Trendwende. Im Gegenteil: Er hält es für unwahrscheinlich, dass die Ausfuhrzahlen in absehbarer Zeit wieder anziehen. Seine Forderung klingt wie ein Warnschuss: Die EU müsse sich viel entschiedener gegen chinesische Wettbewerbsverzerrungen wehren und heimische Hersteller in Schutz nehmen – ansonsten drohen nicht nur Strukturprobleme, sondern vielleicht auch ein tieferer Bruch mit dem wichtigsten Handelspartner Asiens.

 

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