Maramureș gilt oft als „Herz der rumänischen Tradition“: Holzkirchen, geschnitzte Tore, Volkstrachten und Jahrhunderte alte Bräuche prägen die Region. Doch wie viel davon ist noch authentisch und wie viel wurde zum touristischen Spektakel?
Die Holzkirchen in Bârsana, Ieud, Desești oder Poienile Izei sind nicht nur UNESCO-Welterbestätten sind, sondern lebendige Orte, an denen man sonntags noch Einheimische in Volkstrachten sieht – nicht nur Touristen.
Der Fröhliche Friedhof von Săpânța ist nicht nur eine Kuriosität, sondern eine sehr persönliche Art, über Leben und Tod mit Humor und unverblümter Ehrlichkeit zu sprechen. Wer die Epitaphe versteht, versteht einen Teil des lokalen Geistes.
Eine weitere typische Erfahrung ist die Mocănița auf dem Vaser-Tal – eine Schmalspurbahn durch Berge, Wälder und abgelegene Höfe, wo Einheimische noch von ihrer Veranda winken. Hier spürt man, dass die Zeit anders vergeht, weit mehr als jede Broschüre es beschreiben könnte.
Maramureș liegt im nördlichen Teil Rumäniens, an der Grenze zur Ukraine, im historischen Gebiet Siebenbürgen/Maramureș. Die Region ist bekannt für ihre Berge, Täler, Flüsse und traditionellen Dörfer.
Wichtige Städte sind Baia Mare (Verwaltungszentrum), Sighetu Marmației, Vișeu de Sus und Borșa. Maramures ist eine Reise Wert! Mit dem Auto: Von Bukarest ca. 650 km nordwestlich – etwa 8–10 Stunden Fahrt.
Mit dem Zug: Regelmäßige Verbindungen nach Baia Mare oder Sighetu Marmației von Bukarest, Cluj oder Suceava; die Fahrt dauert ca. 10–12 Stunden.