Die wirtschaftliche Lage in Deutschland bleibt herausfordernd. Hohe Energiepreise, zurückhaltende Investitionen und internationale Unsicherheiten prägen weiterhin das Bild vieler Branchen. Gleichzeitig zeigt sich jedoch, dass sich die deutsche Wirtschaft schrittweise an neue Rahmenbedingungen anpasst. Unternehmen investieren gezielter, setzen stärker auf Innovation und suchen neue Absatzmärkte. Der Blick nach vorn ist daher weniger von Krisenrhetorik geprägt, sondern zunehmend von der Frage, wo tragfähige Wachstumsimpulse entstehen können.
Ein zentraler Faktor in diesem Zusammenhang ist die Messewirtschaft. Gerade in Phasen wirtschaftlicher Neuorientierung gewinnen persönliche Begegnungen, Markttransparenz und internationale Sichtbarkeit an Bedeutung. Messen sind nicht nur Schaufenster für Produkte und Technologien, sondern auch Orte, an denen wirtschaftliche Beziehungen entstehen und vertieft werden. Der Messeplatz Deutschland spielt dabei eine besondere Rolle – national wie international.
Messewirtschaft mit enormer Bedeutung für Wirtschaft und Industrie
Die Bedeutung der Branche hat der Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft AUMA zu Jahresbeginn erneut unterstrichen. Eine aktuelle Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos zeigt, dass die Messewirtschaft Jahr für Jahr wirtschaftliche Effekte von rund 30 Milliarden Euro erzeugt und bundesweit etwa 280.000 Arbeitsplätze sichert. Hinzu kommen erhebliche Steuereinnahmen für Bund, Länder und Kommunen. Diese Zahlen machen deutlich: Messen sind kein Randthema, sondern eine Schlüsselindustrie. Sie wirken weit über die Hallen hinaus – in Industrie, Mittelstand, Handwerk, Dienstleistung und Tourismus. Regionen mit starken Messeplätzen profitieren gleich mehrfach: durch zusätzliche Wertschöpfung, internationale Sichtbarkeit und langfristige Standortbindung von Unternehmen.
https://www.messe.tv/news/messen-stabiler-faktor-von-wirtschaft-und-industrie