Die Wirtschaft der Republik Moldau stagniert und die von der Regierung gewünschte Erholung bleibt im Vorfeld der Parlamentswahlen im September 2025 bislang aus. Sie setzt nun große Hoffnungen in den „Growth Plan“ der EU, der mit seinen Infrastrukturinvestitionen und Finanzierungsmöglichkeiten Moldau auf den Wachstumspfad zurückführen soll. Das vorgesehene „front-loading“ von finanziellen Mitteln (270 Mio EUR) kann in der Tat katalytisch wirken.
Ein zentraler Punkt ist hierbei ein neu geschaffenes Investitionsförderprogramm, das in sechs definierten Produktionsbereichen über die Erstattung von Investivkapital und Steuergutschriften neue Unternehmen ansiedeln soll. Notwendig sind aber auch politische Stabilität und der weitere Wille zu Reformen, auch im Bereich Rechtsstaatlichkeit. Die Herausforderungen bei der Anwerbung von Direktinvestitionen bleiben hoch: u.a. Verfügbarkeit von Fachkräften, Modernisierung der Infrastruktur, Korruptionsbekämpfung und Rechtssicherheit.
Quelle: Deutsche Botschaft Chisinau