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Rückgang des Handelsdefizits

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Handelsdaten 2025 zeigen positiven Trend, aber strukturelle Herausforderungen bleiben

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Im Jahr 2025 verzeichnete Rumänien einen leichten Rückgang des Handelsdefizits. Die Exporte stiegen auf 96,6 Milliarden Euro, während die Importe 129,3 Milliarden Euro erreichten. Das Handelsdefizit lag bei 32,7 Milliarden Euro und damit 2 % niedriger als im Vorjahr. Dieser Rückgang ist vor allem auf das starke Wachstum der Exporte (+4,2 % im Jahresverlauf) und eine moderate Steigerung der Importe (+2,6 %) zurückzuführen.

 

Besonders auffällig war die Entwicklung im letzten Quartal: Der Konsum ging zurück (‑1,6 % im Dezember, über ‑4 % im Oktober und November), was die Importe hemmte und diese im Dezember um 0,4 % sinken ließ. Gleichzeitig stiegen die Exporte um 9,4 %. Im Vergleich zu 2024, als die Exporte um 0,4 % zurückgingen und die Importe um 3,3 % zunahmen, zeigt sich eine Trendwende zugunsten der Exportwirtschaft.

 

Dennoch bleibt die strukturelle Herausforderung bestehen: Rumänien exportiert zwar zunehmend mehr, aber oft preisgünstige Rohstoffe – wie Weizen – und importiert teurere Fertigprodukte, etwa tiefgekühltes Brot. Im Lebensmittelsektor zeigte sich 2025 ein spektakulärer Anstieg der Exporte (+12,7 %), während die Importe leicht zurückgingen (‑1,1 %). Trotzdem bleibt der nominale Defizit im Agrarbereich mit 4 Milliarden Euro hoch.

 

Im Jahr 2025 wurde nach Güterkategorien bei chemischen Erzeugnissen (auch medizinische und pharmazeutische Erzeugnisse inbegriffen) mit einem Minus von 13,5 Mrd. Euro das höchste Defizit im Außenhandel verzeichnet. Darauf folgten bearbeitete Waren, vorwiegend nach Beschaffenheit gegliedert (darunter Eisen, Stahl, Metallwaren oder Zement) mit einem Fehlbetrag von 7,8 Mrd. Euro, fossile  Brennstoffe, Schmiermittel und verwandte Erzeugnisse mit 4,6 Mrd. Euro sowie Nahrungsmittel und lebende Tiere mit 3,9 Mrd. Euro. Verglichen mit 2024 sind die Exporte von Nahrungsmitteln (+12,7%) und fossilen Brennstoffen (+18,9%) deutlich gestiegen, während die Importe in diesen Warenkategorien in etwa unverändert blieben. Bei chemischen Erzeugnissen legten voriges Jahr sowohl Aus- wie Einfuhren um 5 Prozent zu, während bei bearbeiteten Waren, vorwiegend nach Beschaffenheit gegliedert die Exporte um 2 Prozent zurückgingen und die Importe um 1,7 Prozent stiegen. 



Mit 46,6 Prozent aller Exporte (45 Mrd. Euro; +3,5% zu 2024) und 36,8 Prozent aller Importe (47,6 Mrd. Euro; +3,7%) ist der Bereich Maschinenbauerzeugnisse und Fahrzeuge der wichtigste Außenhandelssektor für die rumänische Wirtschaft. Rund 72 Prozent des Außenhandels findet mit anderen EU-Ländern statt. 

 

https://www.zf.ro/eveniment/exporturile-misca-plus-9-decembrie-2025-an-an-iar-deficitul-23044769 

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