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Republik Moldau beschleunigt Energie-Integration in die EU

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Die Republik Moldau treibt die Modernisierung ihres Energiesektors und die Integration in den europäischen Energiemarkt weiter voran

EU

Die Republik Moldau treibt die Modernisierung ihres Energiesektors und die Integration in den europäischen Energiemarkt weiter voran – trotz regionaler Herausforderungen und neuer Risiken. Nach Angaben von Energieminister Dorin Junghietu haben die jüngsten Krisen die Reformen beschleunigt, zusätzliche Infrastrukturinvestitionen angestoßen und den Fokus auf Resilienz weiter geschärft.

 

„Der Fortschritt im Energiesektor der Republik Moldau wird nicht gestoppt – im Gegenteil: Diese Krisen veranlassen uns, Reformen zu beschleunigen, stärker in Infrastruktur zu investieren und resilienter zu werden. Wir gehen entschlossen auf dem Weg der Integration in den europäischen Energiemarkt voran, bauen Interkonnektoren aus und schaffen ein sichereres und wettbewerbsfähigeres System“, betonte Junghietu bei der ersten Sitzung des Sektoralen Rates für externe Unterstützung im Energiebereich in Chișinău.

In den vergangenen Monaten stand der Energiesektor laut Ministerium unter erheblichem Druck. Als jüngstes Beispiel nannte Junghietu die Unterbrechung der Leitung Isaccea–Vulcănești, die Ziel von Angriffen geworden sei. Der Vorfall habe gezeigt, wie verwundbar kritische Infrastruktur sein kann – und wie wichtig Solidarität und Zusammenarbeit in einer vernetzten Region sind.

 

Reformen als Schlüssel zur EU-Annäherung

Ein Schwerpunkt der Gespräche lag auf der Reformagenda, die als zentral für den EU-Beitrittsprozess gilt. Nach Angaben des Energieministeriums wurden bereits 12 Reformen umgesetzt. Diese hätten zur Mobilisierung von 189 Millionen Euro an EU-Mitteln im Rahmen der Facility for Reform and Growth beigetragen.

 

Erneuerbare Energien gewinnen an Bedeutung

Auch bei erneuerbaren Energien meldet Moldau Fortschritte: Ende 2025 deckten sie 24,5 % des Stromverbrauchs ab; die installierte Leistung überschritt rund 980 MW.

 

Nächste Schritte: Investitionen, Speicher und Netzinfrastruktur

·         Start einer neuen Investitionsrunde: Ausschreibung für 170 MW Windkraft – erstmals inklusive Energiespeicherlösungen.

·         Weiterer Ausbau von Speicherkapazitäten zur Stabilisierung des Systems; Teile sind bereits in Betrieb, weitere sollen kurzfristig folgen.

·         Prioritäten im Stromnetz: Machbarkeitsstudie für die Leitung Bălți–Dnestrovsk sowie Modernisierung bestehender Netze zur Angleichung an ENTSO‑E-Standards.

·         Im Gas- und Mineralölbereich: Studien zu bestehenden Speicherkapazitäten, Bestandsaufnahme der Gasnetze und technische Bewertung der Infrastruktur – mit Blick auf die Integration erneuerbarer Gase und EU‑Rechtsangleichung.

An der Sitzung nahmen Vertreter nationaler Institutionen sowie internationale Entwicklungspartner teil – darunter das Sekretariat der Energiegemeinschaft, die UN-Wirtschaftskommission für Europa (UNECE), das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und die Weltbank – sowie Unternehmen aus dem Energiesektor.

 

Republica Moldova accelerează integrarea energetică în UE, în ciuda crizelor - Stiripesurse

 

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