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Rumäniens Backwarenexporte verdreifachen sich innerhalb eines Jahrzehnts

Rumänien entwickelt sich zunehmend vom Exporteur landwirtschaftlicher Rohstoffe zum Anbieter verarbeiteter Lebensmittel.

Innenaufnahme eines modernen Logistiklagers: Auf Rollenwagen und Fördergestellen stehen mehrere orangefarbene und braune Kartons sowie technische Geräte

Rumänien entwickelt sich zunehmend vom Exporteur landwirtschaftlicher Rohstoffe zum Anbieter verarbeiteter Lebensmittel. Nach Angaben des Nationalen Statistikinstituts INS stieg der Exportwert von Brot, Keksen, Croissants und weiteren Back- und Getreideerzeugnissen von 154 Millionen Euro im Jahr 2016 auf 549 Millionen Euro im Jahr 2025. Damit wurde erstmals die Marke von einer halben Milliarde Euro überschritten und der Wert innerhalb von weniger als zehn Jahren mehr als verdreifacht.

Treiber dieser Entwicklung sind umfangreiche Investitionen in moderne Werke und Produktionskapazitäten sowie die stärkere internationale Ausrichtung lokaler Hersteller. Dadurch gewinnt Rumänien bei höherwertigen Fertigprodukten an Boden und hält einen größeren Teil der Wertschöpfung im Land.

Investitionen stärken die internationale Wettbewerbsfähigkeit

Zu den führenden Exporteuren gehört La Lorraine România. Das belgische Unternehmen investierte rund 140 Millionen Euro in seinen Standort in Câmpia Turzii und beliefert von dort zahlreiche europäische Märkte. Ebenfalls stark international ausgerichtet ist Alka Trading: Die Produkte des rumänischen Herstellers werden in mehr als 50 Ländern auf fünf Kontinenten verkauft; 2025 lagen die Auslandslieferungen bei über 225 Millionen Lei.

Auch rumänische Unternehmen wie Croco und PhoenixY haben in den vergangenen Jahren eine breite Präsenz auf internationalen Märkten aufgebaut. Croco erzielte 2025 einen Umsatz von 305 Millionen Lei und einen Nettogewinn von 94,5 Millionen Lei. Bei PhoenixY, dem Hersteller der Marke Gusto, geht inzwischen mehr als die Hälfte der Produktion in den Export. Fornetti România erwirtschaftete 2024 nahezu die Hälfte des Geschäfts seines Werks im Kreis Timiș im Ausland.

Die Exportdynamik wird sowohl durch internationale Unternehmensgruppen als auch durch erfolgreiche rumänische Marken getragen. Mondelez investierte seit 2022 rund 30 Millionen Euro in Technologie und Lebensmittelsicherheit für seine Aktivitäten in Rumänien. PepsiCo wiederum stellte rund 100 Millionen Euro für Produktionslinien, neue Technologien und die Erweiterung des Lagers am Standort Star Foods bereit.

Handelsdefizit geht zurück

Trotz des kräftigen Exportwachstums weist Rumänien bei Back- und Konditoreiwaren weiterhin ein Handelsdefizit auf. Dieses sank 2025 jedoch auf 447 Millionen Euro und lag damit rund 100 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Zum Vergleich: Rumänien exportierte 2025 Getreide im Wert von etwa 3 Milliarden Euro und importierte Getreide für rund 400 Millionen Euro. Die Entwicklung zeigt, dass Investitionen in Verarbeitung und Produktion den Übergang zu höherer Wertschöpfung unterstützen und Rumäniens Position auf internationalen Lebensmittelmärkten stärken.

 

https://www.zfcorporate.ro/retail-agrobusiness/romania-de-la-import-si-consum-la-export-si-productie-efectul-investitiilor-exportul-de-paine-biscuiti-si-croasante-a-crescut-de-peste-trei-ori-in-ultimul-deceniu-23243388

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