Rumäniens Weinproduzenten berichten für 2026 von einer mengenmäßig und qualitativ sehr guten Traubenernte. Gleichzeitig erschweren sinkender Konsum und eine schwächere Nachfrage in der Gastronomie den Absatz. Die Winzer setzen deshalb auf eine stärkere Vermarktung rumänischer Weine, den Einzelhandel und zugänglichere Angebote für jüngere erwachsene Verbraucher. Bei der Boutique-Kellerei Catleya entfallen 30 bis 40 Prozent des Jahresumsatzes auf die letzten Monate rund um die Feiertage.
Für 2025 schätzte die Internationale Organisation für Rebe und Wein (OIV) Rumäniens Weinproduktion auf 4,1 Millionen Hektoliter; die Exporte lagen bei knapp 40 Millionen Euro. Der Markt ist stark konzentriert: Von rund 300 Weinproduzenten erwirtschaften die zehn größten laut Ziarul Financiar mehr als 90 Prozent des Branchenumsatzes. Ihr Gesamtumsatz erreichte 2025 rund 1,5 Milliarden Lei. Marktführer waren Cramele Recaș mit 326 Millionen Lei, gefolgt von Crama Ceptura mit 279 Millionen Lei und Zarea mit 262 Millionen Lei.