Umwelt

Abfall- und Entsorgungsfragen in Rumänien bergen ein hohes Konfliktpotenzial zwischen politischen Entscheidungsträgern und Unternehmen, die ihre Recyclingquoten nicht einhalten können und deswegen sehr hohe Geldstrafen zahlen müssen. Als EU Mitglied gelten auch in Rumänien alle rechtlichen Vorgaben und Ziele im Bereich Umwelt. Die Europäischen Richtlinien (2008/98/CE) wurden in das rumänische Recht umgesetzt.

Aktuelle Projekte

AHK Rumäniens Aufforderung zum Recycling

  • Recycle mit!
  • Teilnahmebedingungen

Recycle mit!

Sind Sie Mitglied der AHK Rumänien und haben Büros bzw. Standort(e) in Rumänien?

Jetzt können Sie aktiv zum Umweltschutz beitragen, indem Sie Ihr Unternehmen ins Projekt „Recycle mit!“ involvieren. Diese Initiative wurde durch die Zusammenarbeit mit unseren Partnern, Asociaţia Environ und Asociaţia Sistemul Naţional de Reciclare a Bateriilor (SNRB), aus der Taufe gehoben.

Jetzt können Sie aktiv zum Umweltschutz beitragen indem Sie Ihr Unternehmen ins Projekt „Recycle mit!“ involvieren, entwickelt in Zusammenarbeit mit unseren Partnern: Asociaţia Environ und Asociaţia Sistemul Naţional de Reciclare a Bateriilor (SNRB).

Teilnahmebedingungen

Wir laden die Unternehmen ein, an dem Projekt „Recycle mit!” teilzunehmen.

Die Teilnahmebedingungen (Rumänisch) finden Sie hier.

Das Registrierungsformular (Rumänisch) finden Sie hier.


Vergangene Projekte

Abfallwirtschaft und Recycling in Rumänien

  • Exportinitiative Umwelttechnologien
  • Ziele
  • Events

Exportinitiative Umwelttechnologien

Umwelttechnologien und Umweltinnovationen werden künftig immer stärker zum Treiber für Wohlstand. Die 2016 ins Leben gerufene "Exportinitiative Umwelttechnologien" des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUB) zielt darauf ab, Umwelttechnologien zu verbreiten und damit in anderen Ländern einen konkreten Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung und zu besseren Lebensbedingungen zu leisten. Die umweltpolitische Relevanz nachhaltiger Technologien soll dabei gleichzeitig den Export deutscher Umwelterfahrungen und Umwelttechnologien erleichtern.

Umwelttechnologien, Klimaschutztechnologien und Effizienztechnologien eröffnen für deutsche Unternehmen große Chancen, sich auf internationaler Ebene zu etablieren und weltweit Absatzmärkte zu erschließen.

Ziele

Mit der Durchführung dieses Projekts verfolgen wir, durch spezifische Informationen, Beratung und die Vermittlung von Kontakten den Wandel Rumäniens in Richtung einer funktionsfähigen Kreislaufwirtschaft, unter Einbindung von deutschem Know-How, Technologien und Dienstleistungen zu unterstützen. Durch deutsche Hilfestellung zur Förderung der nachhaltigen Abfallwirtschaft soll das Umweltbewusstsein in Rumänien unter Unternehmen und in der Zivilgesellschaft gestärkt werden. Gleichzeitig ermöglicht dieses Projekt deutschen Unternehmen, den Einstieg bzw. die Entwicklung des Exportgeschäfts.

Das Projekt richtet sich an lokale Behörden in Rumänien, die für die Einführung von integrierten Abfallwirtschaftssystemen zuständig sind, aber auch an rumänische und deutsche Unternehmen, die an der Entwicklung von bilateralen Umweltinfrastrukturprojekten interessiert sind und den Erfahrungsaustausch zwischen deutschen und rumänischen Spezialisten suchen.

Events

Im Rahmen des Projektes organisierte die AHK Rumänien zwischen September 2018 und August 2019 drei regionale Workshops und eine Fachkonferenz in Bukarest. Die drei Workshops fanden in Iasi, Cluj und Timisoara statt.

Die Abschlusskonferenz fand am 27. Juni Hotel Intercontinental statt. Die Veranstaltung zeigte das Ergebnis all dessen auf, was in den regionalen Workshops besprochen und debattiert wurde. Deutsche und rumänische Fachleute haben den Teilnehmern einen Überblick über die Bewirtschaftung von Abfällen aus Deutschland und Rumänien verschafft und im Anschluss wurden interaktiv Aspekte bezüglich Abfallmanagement und Implementierung der integrierten Abfallmanagementsysteme in Rumänien debattiert. Es wurden ebenfalls tragfähige Lösungen in der Runde besprochen.

 

 


Weitere Marktinformationen

Herausforderungen

Attraktiv sind auch die Finanzierungsquellen, die der öffentlichen Hand für den Abbau der nicht EU-konformen Deponien und zur Steigerung des Vorbereitungsgrades für die Verwertung von Abfällen in Rumänien in der gegenwertigen EU-Förderperiode (2014-2020) zur Verfügung stehen: 2,89 Md. EUR im Rahmen des Förderprogramms Große Infrastruktur Prioritätsachse 3.1. Derzeit sieht sich Rumänien mit vielen Vertragsverletzungsverfahren in Umweltfragen konfrontiert, die meisten davon im Zusammenhang mit der Abfallwirtschaft.

Die größten Herausforderungen der rumänischen Abfallwirtschaft stellen folgende Faktoren dar:

  • Etwa 80% der gesamten Bevölkerung hat Zugang zu kommunalen Abfallsammeldienstleistungen;
  • Die Umsetzung und Zielrichtung, was die Recyclingquoten für Pappe, Glas, Kunststoffe und Metalle betrifft, ist mangelhaft: die Quote liegt unter 13%;
  • Nur etwa 25% der gesamten Bevölkerung trennt Verpackungsabfälle in den Haushalten;
  • Es bestehen große Defizite hinsichtlich Umweltbewusstseins, Daten und Informationen bei der Zivilgesellschaft und somit auch ein geringes Interesse, sich am Abfalltrennsystem zu beteiligen;
  • Etwa 25% der Abfälle werden wiederverwertet; der Rest (75%) wird auf Deponien gelagert und unsachgemäß entsorgt; der informelle Sektor spielt hier eine wichtige Rolle (Sammlung von 30-35% des wiederverwertbaren Materials);
  • Die Koordination und Abstimmung unter Stakeholdern – also Unternehmen, Abfallsammler, Unternehmen des dualen Systems, Recycler, Behörden, politischen Entscheidungsträgern – ist schwach ausgeprägt; die Umsetzung der Gesetzgebung ist kompliziert; viele Unternehmen klagen über ein intransparentes System;
  • Ende 2015 wurden verpflichtende Rücknahmeziele (für Verpackungen) für Hersteller festgeschrieben, was zur sogenannten Verpackungskrise in Rumänien geführt hat.